Kidical Mass in 140 Städten - auch in Neuss

 

Am Sonntag wird wieder ein bunter Fahrradkorso mit Eltern und Kindern auf dem Rad durch die Neusser City ziehen. Neuss macht bei der bundesweiten Aktion zum dritten Mal mit. Das Ziel: Bessere Straßen für Rad fahrende Kinder.

 

Mit 100 Teilnehmern rechnet der Neusser ADFC, wenn er am Sonntag um 15 Uhr vor der Marienkirche das Zeichen zum Start der dritten Neusser Kidical Mass gibt. Natürlich geht es wieder über die Drususallee - und zwar mit Genuss, denn die ist ja jetzt Fahrradstraße und gehört auch werktags den Kindern auf dem Weg zur Schule. Und damit die Stadt in Zukunft noch mehr Fahrradstraßen und geschützte Radwege einrichtet, zeigen Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern auf der Kidical Mass Präsenz. "Zur gleichen Zeit ist Hansefest, die Aktion wurde dort freundlich aufgenommen. Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern zeigen, wie wichtig kinder- und fahrradfreundliche Mobilität für die Innenstädte der Zukunft ist. Auch das zweitägige Hansefest ist ideal mit dem Fahrrad erreichbar", sagt die Initiatorin Judith Darteh.

Die Neusser Kidical Mass ist als Fahrrad-Demonstration angemeldet und wird mit Geleitschutz durch die Polizei in kindgerechtem Tempo über gut fünf Kilometer durch die Innenstadt geführt. Jeder kann mitfahren. Ab 14.30 Uhr sammelt man sich auf dem Marienkirchplatz, die Abfahrt ist um 15 Uhr. Auf dem Glockhammer gibt es eine Pause, bei der die Kinder mit Straßenkreide kreativ werden dürfen, bevor es zum Platz am Romaneum geht, wo der Fahrradkorso endet. Die Veranstalter bitten um Beachtung der Corona-Regeln. Während der Fahrt braucht keine Maske getragen zu werden. Auf den Plätzen und unterwegs gelten die Abstandsregeln. Es empfiehlt sich, eine Maske mitzunehmen, auch falls man anschließend das Hansefest besuchen möchte.

Die Kidical Mass findet nicht nur in Neuss statt, sondern in über 140 kleinen und großen Städten - von Paris, Berlin bis Wien. In der Nachbarschaft zum Beispiel auch in Mönchengladbach (schon am Samstag) und in Düsseldorf. Die Bewegung "Kinder aufs Rad" hat sich zum Ziel gesetzt, dass überall sichere Schulradwegnetze konsequent umgesetzt und ein kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht geschaffen wird. Mehr Informationen gibt es auf https://kinderaufsrad.org.

Was eine Kidical Mass genau ist, erfahren die Kinder im Comic "Kidical ... Was?" auf  http://kidicalmass.adfc-sternfahrt.org. Der Comic der Zeichnerin Nana Yaa Kyere wurde in 10 Sprachen übersetzt. Mit mehrsprachigen Aktionen - es gibt auch eine deutsch-türkisch-arabische Rätselrallye - möchte der Neusser ADFC Anknüpfungspunkte zu den radfahrenden Familien aus allen Kulturen schaffen.

Das beigefügte Bildmaterial ist unter Nennung der Quelle zur Verwendung frei.

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

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Straßenmalaktion während einer Kidical Mass (Foto: Amrei Kemming)

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Die Neusser Kidical Mass führt über die Drususallee (Foto: ADFC)

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Die Neusser Kidical Mass führt über die Drususallee (Foto: ADFC)

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Kidical Mass in Neuss: Aus die Kleinsten dürfen mit (Foto: ADFC)

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https://neuss.adfc.de/pressemitteilung/kidical-mass-in-140-staedten

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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