Bunter Fahrradkorso durch Neuss

 

Mehr als 100 Städte nahmen teil am Kidical Mass-Aktionswochendende für mehr Sicherheit, Bewegung und Spaß im Alltag. Mit tollem Egebnis: 20.000 kleine und große RadlerInnen waren bei schönstem Wetter auf den Straßen von Berlin bis Wien unterwegs!

 

Mit Klingeling ging es los - rund 80 Kinder, Eltern und OrdnerInnen fuhren am Hanse-Sonntag bei strahlendem Spätsommerwetter in einem bunten Fahrradkorso durch Neuss. Nach 6 Kilometern wohlbehalten am Ziel Romaneum zurück, galt der herzliche Applaus der Polizei, die per Fahrrad und Motorrädern zusammen mit den OrdnerInnen für die Verkehrssicherheit sorgte.

In 100 Städten fanden am Wochenende bunte Aktionen der Kidical Mass statt. Die neue Massenbewegung auf dem Fahrrad setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad in der Stadt bewegen können.

Meist jedoch sind Stau und Verkehrschaos vor den Schulen (wieder) Alltag: Viele Eltern bringen aus Sicherheitsbedenken ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und zum Sport statt sie mit dem Rad solange wie nötig zu begleiten. Zuhause brauchen die Kinder genug Gelegenheiten, im geschützten Rahmen zu üben, um die motorischen Grundlagen, Reaktion und Koordination zu erwerben und zu "automatisieren". Der Bewegungsradius erweitert sich in dem Maße, wie die Kinder Erfahrungen mit verschiedenen Verkehrssituationen sammeln können und mit den Eltern besprechen können oder auch aus Fehlern - den eigenen oder von anderen - lernen können.

Fahrradfahren im Alltag bringt Spaß und viele Vorteile

Deutlich mehr junge Familien als sonst waren zur Zeit des Corona-Lockdowns fröhlich auf dem Rad unterwegs. Mit nur wenig Extra-Zeiteinsatz kann man dies im Alltag einbauen und auf ruhigeren Nebenstraßen gemeinsam zur Schule, zum Sport, zum Schwimmbad radeln, bis die Kinder die Wege gut alleine schaffen. Bewegung auf dem Schulweg gleicht das Stillsitzen aus und lässt Stress und Anstrengungen schon auf dem Heimweg vergessen. Die gemeinsame Familienzeit und die Förderung der kindlichen Entwicklung und Gesundheit gibt ein Vielfaches zurück!

An die Verwaltung richtet der ADFC den Appell, breite Radwege und sichere Übergänge zu bauen, die auch Kinder gefahrlos benutzen können, die ihre Kompetenzen im Straßenverkehr erst entwickeln müssen. Der Mobilitätsunterricht und die Fahrradtrainings der Polizei leisten einen wesentlichen Beitrag, können jedoch nicht die tägliche Übung ersetzen. Um dennoch allen Kindern die Chance zu geben, das Fahrradfahren von Grund auf zu erlernen, benötigen die Schulen entsprechende personelle Unterstützung und Ausstattung. Hier ist die Politik gefragt.

 

Video: Die Kidical Mass rollt durchs Dreikönigenviertel

 

Interkulturelles Comic-Projekt

Um noch viele Kinder mehr und ihre Eltern für das Fahrradfahren zu begeistern und zu den zukünftigen Kidical Mass Aktionen einzuladen, entstand ein lustiger Comic, der als interkulturelles Projekt in 10 Sprachen übersetzt wurde: 中国語 - english - español - français - german - 日本語 - русский - svenska - türkçe - عربى - nederlands: http://kidicalmass.adfc-sternfahrt.org.

Wer eine Übersetzung beisteuern möchte, kann sich gerne melden bei: sprecher (at) adfc-neuss (punkt) de.

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https://neuss.adfc.de/neuigkeit/c

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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